Qualität hat keinen Namen

Das Abendessen ist serviert. Wein atmet und das glänzende Kristall ziert den Tisch. Die Gäste schauen alle auf den selbstgemachten Rucola Salat und warten nur noch auf die Krönung mit den grobgeriebenen Karotten und original italienischem Parmesano. Und Fackelmann macht meine Szene mit billigem Plastik kaputt.

Sicherlich hatte ich nicht damit gerechnet, dass die Gemüsereibe INOX ArcaLina SBKte den Druck nicht aushalten würde. Beim Karotten Reibevorgang brach die Reibe auf einer Seite und beim Parmesan kam dann der zweite Bruch zustande.

Schnell nahm ich die alte billige Reibe und verabschiedete die neue Fackelmann Reibe in die Spüle.

Seit einigen Jahren beobachte ich, wie vormals Markennamen billige chinesische Waren in ihr Sortiment aufnehmen. Das Problem dabei ist, dass man mittlerweile sogar den Namen der Unternehmen nicht mehr trauen kann.

Fackelmann stand Mal für gutes Design und robustes Material. Nach dieser Erfahrung werde ich etwas anderes von diesem Namen halten. Ich kaufte früher diese Marke nur bei guten Kaufhäusern, doch der Wachstumsdrang der Unternehmen scheint auf Tradition und gute Qualität weniger Wert zu legen, als sich der gute Hausmann (oder Hausfrau) wünscht.

Der Wachstumsdrang brachte dieses (wie auch andere) Unternehmen dazu, ihre Ware in Supermärkten und sogar Baumärkten anzupreisen. Das macht den Einkauf nicht interessanter, aber unübersichtlicher. Stets den Aktionären zu gefallen, anstatt den Kunden, ist ein gefährlicher Trend. Wie im Februar dieses Jahres im Finanz.net berichtet beabsichtigt Fackelmann noch mehr zu wachsen, doch ich hoffe, sie setzen wieder auf die alte bewährte Qualität.

Die Idee, die Menge zu erhöhen anstatt der Qualität, konfrontiert auch uns auch mit der Frage, was in Zukunft unser Made in Germany bedeuten soll.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.