Rezension: Forschungen über das Räthsel der mannmännlichen Liebe, Band 1

Für die damaligen Möglichkeiten ist der Text sehr gewagt. Offensichtlich seine Erfahrungen mit Frauen boten ihn weniger Sympathie zu diese.

Eventuell hat er eine weibliche Art, der viele Frauen unter den katholischen Einfluss für pervers hielten. Man kann diese Sicht nachvollziehen, in den man zählt, wie oft er über Sympathie und klar Antipathie spricht.
Wie man auch entnehmen kann, macht er Referenzen auf Sokrates und Plato, und dies findet man in viele Werke, die meine Ansicht nach mindesten unterschwellig pro homosexuelle Liebe sprechen, dennoch nicht direkt aussprechen.
Das Lesen solche Texte ist zwar etwas ermüdend, weil der Schrift, den man leicht „F“ und „S“ verwechseln kann, aber mit Geduld lässt sich durchlesen und ein Bild dieser Zeit und von seinen Bemühungen um die Rechte der Menschen (insbesondere die Homosexuellen).
Beachte, dass der Begriff Homosexueller ist, ein neuer Begriff. Zu dieser Zeit gab es nicht und Ullrichs eigenen Begriff Uranier wurde nicht fachlich weiterverfolgt.

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