Oper: La Bohème – Giacomo Puccini

Diesmal bewegen wir und in der klassischen Inszenierung von 1969 von Otto Schenk, eine der ältesten noch regelmäßig gespielten Produktionen im Münchner Nationaltheater.

Diesmal bewegen wir und in der klassischen Inszenierung von 1969 von Otto Schenk, eine der ältesten noch regelmäßig gespielten Produktionen im Münchner Nationaltheater.

Es wurden keine Waffen gegen das Publikum gezielt, nur im 2. Akt Marschiert das französische Militär im Gleichschritt – leider nicht besonders synchron – über die Bühne.

Bei Puccini Opern kann man normalerweise richtig weinen, wer das gerne tut, sollte Taschentücher parat halten, denn es gibt immer dramatische Sterbeszenen.

Handlung

Kurzform:

  1. Akt sie lernen sich kennen.
  2. Akt, sie amüsieren sich.
  3. Akt, sie streiten.
  4. Akt, sie stirbt.

Langform:

Wir bewegen uns im Paris des 19. Jahrhunderts, im Studentenmilieu. Es ist Winter, kalt, die Studenten wohnen in einer Dachkammer. Sie haben kein Geld zum Heizen, wenig zu essen und die Miete steht auch aus. In einer eher dümmlichen Szene kommt die Nachbarin Mimi zu den Studenten, weil ihre Kerze ausgegangen ist und sie schafft es nicht sie wieder anzuzünden. Rodolfo zündet die Kerze wieder an, doch anstatt dass Mimi dann geht, verschlampt sie ihren Schlüssel.

Die Kerze geht wieder aus und beide kriechen am Boden herum, um den Schlüssel zu suchen – dabei verlieben sie sich. Im 2. Akt wird auf der Straße kräftig gefeiert. Musetta, die Ex-Geliebte von Marcello, taucht auf und stellt sich zur Schau, als wäre sie reich. Es wird im Café Momus gefeiert.

Im 3. Akt, immer noch Winter, heult sich Rodolfo bei Marcello aus, Mimi ist krank und wird sterben, deshalb hat er sie verlassen. Marcello schimpft über Musetta und bezeichnet sie als Dirne. Dummerweise belauscht Mimi das Gespräch. Im 4. Akt stirbt Mimi im Studentenzimmer. Musetta möchte sie noch retten und trennt sich von ihren Ohrringen, um einen Arzt zu bezahlen. Doch für einen Arzt ist es leider zu spät.

Bühnenbild

Die Dachkammer der Studenten im 1. und 4. Akt ist spartanisch eingerichtet, ein Holzofen in der Mitte, dessen Ofenrohr durch den Raum führt. Der Marktplatz im 2. Akt ist voller Leben und das Café Momus gut besucht.

Der 3. Akt, vor dem Wirtshaus, wo Marcello die Fassade bemalt hat, stellt eine trübe schneereiche Winternacht dar und im 4. Akt stirbt Mimi dann erneut in der Dachkammer.

Interessant wurde es nach dem Schlussakt der Oper :

Der Dirigent legte seinen Taktstock ab, lachte herzhaft zu seinen Musikern und klatschte sogar.

Bei der Verbeugung auf der Bühne schüttelte er der Souffleuse die Hand, allerdings war nur ihre Hand zu sehen – sie selbst erschien nicht auf der Bühne. Das habe ich so in einer Oper noch nie erlebt!

Leider stellte die Oper keinen Trailer zu Verfügung.