Salzburger Guides

Sind Salzburger Guides kompetenter als anderen, oder krimineller?

Salzburger Fremdenführer sind nicht nett. Jedes Mal, wenn ich mit meinen Gästen nach Salzburg fahre, glaube ich in Angst ersticken zu müssen. Hier einige Hintergrundinformationen zu meinem Alptraum.

Vier Jahre lang habe ich versucht, darüber zu schreiben und bei jeder der nächsten schlechte Erfahrungen in dieser wunderschönen Stadt zwang ich mir zu denken: „Das wird schon besser werden“. Aber in Wahrheit existiert hier ein soziales Problem, das gerne von vielen verschwiegen wird.

Die Salzburger Guides, wie auch die Verantwortlichen anderer europäischen Städte haben sich entschieden, eine Monopolstellung über die Fremdenführungen in ihrer Stadt einzuführen. Als Beispiel nenne ich Rom, Florenz oder Wien. Monopolen dieser Art sind in Europa seit vielen Jahren bekannt. Monopolen sind nichts Neues. Auch die Kirche hat ein Monopol. Sie behauptet, den einzigen wahren Gott zu haben. Genauso ist es mit allen Monopolisten, sie behaupten, „das Beste vom Besten“ zu haben und schließen ihren Augen für die Leistungen der Wettbewerber und stagnieren in ihre Evolution.

Monopolisten und Qualität?

In ein Monopol ist Qualität nicht erforderlich. Die Freiheit des Marktes und des Wettbewerbs führt zu besserer Qualität, durch den erforderlichen kreativen Prozess um Kunden zu erreichen, wie auch diese zufriedenzustellen. Monopolisten kontrollieren nur die Marktpreise. So ist es auch in Salzburg, es geht wirklich nicht um den Kunden, sondern darum, Fremdenführer aus anderen Gegenden zu vergraulen, weil sie der Ansicht sind, dass auswärtige Gästeführer und Reiseleiter deren Geschäft streitig machen. Der Mehrwert, welche diese, damit mehr Gäste der Stadt besuchen, leisten wird ignoriert, was viele Händler und Wirte schadet.

Um Gäste aus München in die Stadt Salzburg bringen zu können, arbeite ich etwa drei Monate im Jahr, um alle nötigen Papiere für meine Lizenz zu bekommen. Die Lizenz benötige ich, um Gäste in Europa über eine Grenze zu bringen. Die WKS (Wirtschaftskammer Salzburg) benötigt viele Monate für die Bearbeitung der Genehmigungen. Um fair zu sein, sie schreiben, dass man seine Gäste nach Salzburg bringen darf, nachdem man eine Lizenz auf ihrer Internetplattform beantragt hat.

Viele mögen denken, die Erlaubnis zu bekommen, Gäste in unser Nachbarland zu bringen, sei nur formal, aber weit gefehlt, es geht auch darum, wo man Steuer bezahlt.

Die verschiedenen Arten von Führungen in Salzburg

Wenn Sie einen offiziellen Salzburger Fremdenführer buchen, kann er oder sie Ihnen sicherlich etwas über die Geschichte erzählen und Ihnen Datum, Namen und historische Fakten nennen. Das ist eine offizielle Führung. Menschen wie ich, aus dem Ausland, bieten Orientierungstouren an. Während der Fahrt nach Salzburg informieren wir Sie über die gleichen historischen Fakten. Wenn der Gast wünscht, nennen wir auch Datum und Namen gleichfalls. Angekommen in der Stadt, führen wir die Gäste in einem kurzen Pfad bis zu einem abgestimmten Ziel in der Altstadt und kombinieren die Ihnen vorher gegebenen Informationen meistens mit einem Stadtplan. Normalerweise holen wir die Gäste nach drei Stunden ab und fahren wieder nach Hause.

Jede auswärtigen Stadtführer oder Reiseleiter kennt die Besucher seiner Gruppe und bietet entsprechend etwas an. Ich zum Beispiel biete etwas Unterhaltung durch Singen, etwas Witz durch meine historische basierte Vorträge oder einfach gebe ich Einkaufstipps während der Fahrt nach Salzburg.

Aber wollen Sie wirklich während Ihres Urlaubs am Geschichtsunterricht teilnehmen?

Ich habe da so meine Zweifel.

Angriffe auf Touristen

Kein Witz! Ja, das kann passieren. Einwohner der Stadt Salzburg einzeln oder in Gruppen erlauben sich, wahllos Menschen zu beschimpfen oder brüskieren. Oft sah ich mich gezwungen, mich bei meinen Gästen für das Verhalten dieser Leute zu entschuldigen. Aber wie ich es sehe, Unhöflichkeit wird nicht als Verbrechen geahndet.

Während eines Besuchs in Salzburg können Sie unhöfliche Kellner, unhöfliche Busfahrer und unhöfliche Bürger erleben. Das schadet dem guten Ruf der Stadt und vermittelt ein falsches Bild der Einheimischen, die ich sehr schätze. Viele Geschäfte versuchen mit bestem Service und auch Höflichkeit, den Kunden zu zeigen, dass sie willkommen sind. Einige Ladenbesitzer grenzen sich ausdrücklich von den Monopolisten der Tourismus ab, aber fürchten Konsequenzen, wie mir mehrfach berichtet wurde.

I finally went inside to order drinks at the bar. However, no one was working the bar either. I approached a female server inside the restaurant to ask about ordering a drink. She said „we are closing in a little while.“ I asked „can I order a glass of wine?“ No kidding, she looked me right in the eye and said „no,“ straight up.

Eine Bewertung von JDM101 in TripAdvisor

Viele Gäste berichten, dass sie von dieser Stadt getäuscht fühlen. Insbesondere wenn man hinfährt in der Erwartung die Atmosphäre von einer anmutige Julie Andrews denkt, wie sie mit sieben Kindern um Brunnen singt und tanzt zu erleben, und einem Alptraum, wo ein offizieller Salzburg-Führer grundlos gegen den Reiseführer stänkert, erfährt.

The locals in Salzburg were the rudest when compared to all the places that we visited.

Patricia S. for TripAdvisor

Mafia Benehmen ohne Konsequenzen

Ganz abgesehen von der Monopolstellung und den öffentlichen Kämpfen mit den Salzburger Fremdenführern, macht mir der Mangel an Höflichkeit der Salzburger Guides macht es für mich schwierig Gäste Salzburg anzupreisen. Ich machte mehrfache Angebote der Zusammenarbeit, schriftlich, mündlich, per Telefon oder persönlich anwesend. Der Antwort war immer dieselbe „Nein, wir kooperieren nicht.

Wenn die Salzburger Fremdenführer mich oder einen anderen mit einer Gästegruppe sehen, rufen lauthals schreckliche Beschuldigungen hervor wie „illegaler Arbeiter“, „Diebe aus dem Ausland“ oder sogar „Halts Maul Du Schwuchtel“, wie in 2018 zwei ältere Herren mir vor der Salzburger Dom nachriefen.

Homophobe Beleidigungen sind in dieser Stadt keine Seltenheit, wie ggg.at bestätigt. Zwar gibt es europäische Gesetze gegen verbale Angriffe, aber sie sind kaum wirksam, wenn die Polizei sich zu arbeiten weigert?

Nach meinem ersten derartigen Erlebnis mit den Salzburger Guides, der zweiten nach der homophoben Beleidigung, suchte ich eine Polizeiwache auf und bat um Hilfe.

Sie überprüften mich und meine Papiere, als ob ich der Täter wäre und nicht das Opfer. Von meiner drei Stunden Freizeit in der Stadt verbrachte ich zwei auf dem Polizeirevier ohne Ergebnisse. Das war klarer Arbeitsverweigerung. Beim nächsten Mal, als ich wieder dies erlebte, rief die Polizei einfach bei der Salzburger Fremdenführerorganisation (Salzburger Guides) an und berichtete, dass ich alle meine Papiere in Ordnung habe, der Vorfall wurde aber nicht an die Justizbehörden weitergeleitet.

Ich suchte das Gericht an der Rudolfsplatz auf und bat darum, eine Anzeige aufzunehmen, aber auch das wurde abgelehnt mit der Begründung, dass sie dafür nicht zuständig sind und ich wurde zurück zur Polizei geschickt.

Salzburg wendet sehr viel Mühe auf, schlechte Berichte aus der Presse zu halten. Keine Zeitung der Region hat jemals über Probleme zwischen Salzburger und ausländischen Fremdenführern berichtet. Allein ich in meinem Netzwerk kenne ich über zwanzig Fremdenführer, die die Aggressivität am eigenen Laib erfahren haben.

Kürzlich fragte mich ein Tourist im Bus Nummer 6 auf einer Fahrt vom Bahnhof zur Stadt: „Wissen Sie, wie ich zum Geburtshaus von Mozart komme?“.

Da ich immer im Dienst bin, habe ich ihm freundlicherweise die Lage auf dem Stadtplan gezeigt und ihm angeboten meiner Gruppe zu folgen, da wir in der Nähe dieser Adresse vorbeigehen würden. Keine Geldgeschäfte, nur ein Gefallen für einen Menschen in Not, so sah ich meine Hilfsstellung. Plötzlich sprang eine der Salzburger Fremdenführerinnen von ihrem Sitz im Bus auf, griff mich verbal an und beschuldigte mich, ein „ausländischer Schwarzarbeiter“ zu sein. Sie schrie mehrmals, dass ich keine Steuern zahle (aber sie hatte eine Tasche, die definitiv von Amazon stammt. Amazon, welche wir alle wissen, dass sie wirklich keine Steuern zahlen). Die ganze Diskussion ging auf das tiefste Niveau und der Gast blickte sprachlos das Geschehen. Sie hat sich nicht um den Besucher der Stadt gekümmert und sich geweigert mir ihren Namen für meinen Bericht zu nennen. Es war ihr bestimmt klar, dass sie sich gesetzwidrig benahm.

Vor drei Jahren bot mir der Vorsitzende der Salzburger Guides die Aufnahme in ihren Verein an, nach Besuch eines ihrer Seminare mit Kosten von 2.000 Euro. Ich verstand dies als Schutzgelderpressung und fühlte mich wie eine Bordsteinschwalbe, die für einen Kuppler arbeitet.

Ist Salzburg einen Besuch wert?

Ja, ich liebe diese Stadt und ihre Vergangenheit, die sie mit Bayern verbindet. Aber ich missbillige die Haltung der Salzburger Guides und einige Bürger der Stadt gegenüber ausländischen Führern und Gästen.

Jedoch, genießen Sie die Stadt und wenn Sie einen dieser unhöflichen Salzburger Guides treffen, sagen Sie einfach dreimal „Julie, Julie, Julie“ und träumen Sie vom Klang der Sound of Music.

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