Zeitgenössische Kunst: Wieviel Kunst ist in Kunst drin?

Zeitgenössische Kunst ist ein Begriff, der mich stets ins Bedrängnis führt. Ist wirklich jeglicher Unsinn berechtigt, als Kunst bezeichnet zu werden?

Ich las in einem Zeitungsartikel über Sticker-Kunst. Dabei fiel mir auf, dass diese Bewegung, die bereits über zwanzig Jahre existiert, immer noch sehr kontrovers diskutiert wird.

Ein kaum ausgebildeter Jugendliche kauft eine Rolle Aufkleber und auf dem Weg zu irgend einem Treff sieht dieser eine Bronze Statue aus den fünfziger Jahren und entscheidet sich die Sticker dort aufzubrauchen. Kein Konzept erforderlich ein Projektplan oder Beschreibung ist nicht erforderlich (die meisten können mittlerweile nur GIFs senden und darum ist auch der Wortschatz unzureichend) und eine Botschaft wird man vergebens suchen, weil auch diese erspart wurde.

Bedenkt man auch, dass mit dieser Kunstidee auch die Umwelt belastet wird, sinnlos Rohmaterial verschwendet wird und teilweise wichtige Verkehrsschilder nicht mehr sichtbar sind, was auch Unfälle verursachen können. Darf man unter der Schutzmantel der künstlerischen Freiheit sich alles erlauben?

Zeitgenössische Kunst ist nicht aktuell

Einige Auftraggeber der Stadt München oder offizielle Stadtführer der Stadt München fühlen sich verpflichtet alles, was in den Museen präsentiert wird, hoch zu loben, sogar wenn es ins Lächerlich fällt.

Links auf den Lenbachhaus ein Betonklotz von Judith Hopf und rechts ein Junge der an der Wand pinkelt.

Wenn man das Linke Objekt als Kunst betrachten soll, dann dürfte man Rechts als Aktionskunst dann bezeichnen.

Wozu zur Schule gehen, wenn man jeglicher Unsinn als Kunst beschreiben würde, wer sollte dann keinen-Kunst erkennen?

Ich fragte schriftlich dreimal nach dem Preis, der vom Lenbach Museums Direktorium bezahlt wurde für diese Verhöhnung der Kunst. Sie haben ausgewichen dies zu beantworten und erklärten, dass teilweise die Künstlerin gespendet hätte.

Das Haus der Kunst in München zeigt auch kontroverse Objekte, die teilweise interessant sind, aber mehr als die Hälfte des Jahres sind die Publikumskritiken alles andere als einladend.

Grey, no attention to details , spaces just left there with nothing. Boring museum.

Mattheo Mazzochi

In meine Stadtführungen habe ich festgestellt, dass ja, ich muss diese Ausstellungen besuchen und genau das berichten, was ich dort gesehen habe und lieber die Wahrheit wie ich sie empfinde weitergeben. Sogar wenn es weh tut.

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